In einem Passivhaus wird ein hoher Wohnkomfort, Behaglichkeit und angenehmes Raumklima bei einem Minimum an Energieverbrauch erreicht.
Durch die konsequente Dämmung werden die Wärmeverluste derart stark verringert, dass nur noch kleinste Wärmemengen zur Aufrechterhaltung der Raumtemperatur nötig sind. Der Fußboden, die Wände und Fenster haben aufgrund des hervor-ragenden Wärmeschutzes auch bei niedrigen Außentemperaturen eine Oberflächentemperatur, die nahe 20°C liegt und daher als behaglich empfunden wird. Besonders wichtig ist auch die Luftdichtigkeit der Bauhülle.
Frische Luft wird über eine kontinuierlich arbeitende Komfortlüftung zugeführt. Aus der Abluft wird die Wärme zurückgewonnen und dient der Erwärmung der Frischluft.
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befresh Systemfilm Pluggit GmbH München
Zur Aufrechterhaltung der Raumtemperatur würde durchaus eine kleine Wärmequelle in verschiedenen Formen und Ausführungen ausreichen. In vielen Fällen kann auch darauf verzichtet werden, indem die Zuluft des Lüftungssystems über ein Nachheizregister erwärmt wird. Die Erfahrungen zeigen, dass dies als alleinige Wärmequelle völlig ausreichend ist.
Spannend wird es bei der Erzeugung dieser Wärme. Denn es stehen alle konventionellen Energieträger zur Auswahl: Holz, Pellets, kleine Wärmepumpen und Direktstrom.
Interessant für das Passivhaus sind sicherlich Kleinstwärmepumpen, da diese mittlerweile für eine investierte Kilowattstunde Strom ca. 3,5 kWh thermische Energie liefern. Positiv kommt hinzu, dass diese Wärmepumpe auch für die Brauchwassererwärmung genutzt werden kann - eine absolut ökologische und kosteneffiziente Lösung in Kombination mit einer Solaranlage.
Die Lüftungswärmeverluste der Komfortlüftung sollten so gering als möglich gehalten werden (Wärmerückgewinnungsgrad mind. 85 %). Ein Erdreichwärmetauscher (EWT) liefert nicht nur wertvolle Gratisenergie aus dem Wärmespeicher Erde, sondern verhindert in der sehr kalten Jahreszeit die Vereisung der Wärmerückgewinnungsanlage. Ohne Erdreichwärmetauscher müsste die Außenluft elektrisch vorgewärmt werden oder über eine Reduzierung des Zuluftvolumenstroms die Abkühlung der Abluft reduziert werden. Aber damit wäre die Wärmerückgewinnung zumindest teilweise deaktiviert.
Kontrollierte Be- und Entlüftung:
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